„Ich steh an den Schienen. Ich mach jetzt Schluss!”

Sina, 15 Jahre

Als Sinas Mutter die SMS von ihrer Tochter öffnete, blieb ihr fast das Herz stehen. „Ich steh an den Schienen. Ich mach jetzt Schluss.“  Sina war in letzter Zeit unglücklich, ihr Freund hatte sie verlassen und im Netz bloßgestellt. Und auch zuhause gab es nur noch Ärger. Aber das hatte niemand vorausgesehen.  Die Polizei  konnte das Mädchen in letzter Minute retten. Sina kam auf die Akut-Station der Fachklinik und begann anschließend ihre Therapie. Nun  ist sie wieder zuhause.  „Es gibt noch Momente, da geht’s mir nicht gut“, sagt sie. „Aber früher war ich einfach gleich total fertig. Heute weiß ich, dass ich stark bin. Alle in der Klinik haben mir sehr geholfen. Sie haben mein Leben gerettet und zum Positiven verändert.“


„Ich habe hier um mich selbst gekämpft. Jetzt weiß ich: es gibt immer einen Ausweg!”

Anna, 17 Jahre

Es war eine schleichende Veränderung, die Annas Eltern bemerkten. Früher war ihre Tochter immer die Erste beim Frühstück, war unternehmungslustig und fröhlich. Irgendwann veränderte sich Anna. Es fiel ihr schwer, morgens aufzustehen. Sie verlor das Interesse an ihren Hobbies, ihre Schulleistung fiel ab. Als die Eltern auch noch Schnittwunden an Annas Armen entdeckten,  bekamen sie Panik. Anna kam auf die Station „Wellenreiter“. Hier hat sie gelernt, besser mit ihren Gefühlen umzugehen. Schritt für Schritt halfen ihr Ärzte, Pädagogen und Therapeuten, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. „Früher war ich oft nur noch eine leere Hülle, habe keine Freude, keine Trauer oder Hoffnung gespürt. Ich hatte nur Angst, dass das alles nie aufhört, dass ich nicht mehr glücklich werde. In der Klinik habe ich gelernt, dass sich Kämpfen lohnt. Jetzt weiß ich: es gibt immer einen Ausweg!”

„Ich hatte diese Spirale im Kopf. Die hat endlich aufgehört sich zu drehen.“

Lukas, 11 Jahre

Aufstehen, die Schritte zur Dusche zählen, mehrfach abseifen. Beim Anziehen von 1.000 runterzählen. So begann lange jeder Tag für Lukas. „Wenn morgens die Ampel rot war, bin ich den ganzen Weg zurückgegangen und dann zu spät zur Schule gekommen.“  Seine Eltern versuchten erst mit Verständnis, dann mit Druck gegen die Zwangshandlungen anzukämpfen.. Ohne Erfolg. „Lukas wurde hysterisch, wenn seine Rituale durcheinandergerieten. Wir haben das nicht mehr ausgehalten.“ Ihr Sohn kam auf die Station „Korallenriff“. „Damals dachte ich, es passiert was Schlimmes, wenn ich mich nicht an meine Abläufe halte. Dass meine Eltern sterben zum Beispiel. Das war wie eine Spirale in meinem Kopf. Zum Glück hat mir meine Therapeutin geholfen. Die Spirale hat aufgehört, sich zu drehen.“


Suizid

ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen

Fast täglich

kommen junge Patienten in unsere Notaufaufnahme

Über 30 Jahre

ist die alte Klinik und nicht mehr zeitgemäß

„Zu teilen bedeutet mehr zu haben.”

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